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| Meine Hochzeit in Kolumbien (15.01.07 - 9:23 pm) - [ comments: 14 ] | Nachdem ich im Juli 2006 meinen sozialen Dienst in Kolumbien abgeschlossen hatte, kam ich wieder zurück nach Deutschland. Keine zwei Wochen nachdem ich nun wieder zuhause war besorgte ich mir gleich wieder ein Ticket nach Kolumbien, um am 18. Dezember 2006 wieder für 2 Wochen zurückzufliegen.
Nun ging es los…
Das Video zur kompletten Reise gibts gleich mal HIER zum runterladen...
Mein Wecker weckte mich pünktlich am 18. Dezember 2006 um 4.30 morgens auf. Endlich würde ich wieder nach Kolumbien fahren. Meine Müdigkeit kam gegen meine Freude nicht mehr an, sodass ich wirklich voller Energie war. Meine Tasche hatte ich am Tag zuvor schon fertig gepackt und am Flughafen eingecheckt. Somit hatte ich mir ein wenig Stress gespart. Mein Nachbar Thomas fuhr mich dann zum Bahnhof, wo ich mich dann mit meinem Bruder Martin und seiner Freundin Andrea getroffen habe. Die waren zu unserer Hochzeit eingeladen und hatten sich dazu entschlossen ihren Urlaub dieses Jahr das erste Mal in Lateinamerika zu verbringen. Sie hatten ebenfalls schon alles am Tag zuvor erledigt. Mit unseren Rucksäcken fuhren wir also mit der S-Bahn zum Münchner Flughafen.
Dort angekommen tranken wir noch einen Cafe und checkten dann mit unserem Handgepäck ins Terminal ein. Unser erster Flieger der Air France brachte uns dann gleich ohne Zwischenfälle nach Paris. Andrea flog das erste Mal so dass das schon mal eine kleine Prämiere gewesen ist. Nachdem sie ca. 50 Fotos von den Wolken aus dem Flugzeug geschossen hatte, landeten wir in Paris. In diesem Moment realisierte ich erst wirklich, dass ich unterwegs war… unterwegs in das Land in dem ich ein Jahr gelebt, und seit 5 Monaten nicht mehr gesehen hatte. (Vorgeschichte hier lesen)
Von Paris ging es dann weiter direkt nach Kolumbien / Bogotá. Jedoch dauerte dieser Flug ca. 12 Stunden. Ich hatte versucht irgendwie zu schlafen, was mir allerdings nur anfänglich gelungen ist. Meine Aufregung steigerte sich mit jedem Kilometer den wir uns Bogotá näherten. Endlich war es soweit, und das Flugzeug setzte endlich auf lateinamerikanischem Boden auf und Kolumbien begrüßte uns mit einem Sonnenstrahl.
Ankunft in Kolumbien
Es war ca. 5 Uhr nachmittags als wir ankamen. Nachde wir das Flugzeug verlassen hatten wurden noch unsere Pässe kontrolliert. Für jemanden der kein spanisch spricht ist es ziemlich schwer sich am Flughafen zu verständigen, denn die Englischkenntnise sind sehr schlecht. Schließlich kamen wir ohne Probleme durch die Kontrolle. Nachdem wir unser Gepäck dann nach 20 Minuten Warten vom Fließband nahmen, wurde dieses dann kurz vorm Ausgang noch einmal kontrolliert.
Als ich wusste, dass ich nun den Flughafen verlassen würde, und in ein paar Sekunden alle Gesichter wieder sehen würde welche mich damals ein Jahr lang begleitet hatten, wurde mir auf einmal sehr warm.
Ich näherte mich dem Ausgang und dann sah ich schon alte bekannte Gesichter. Sie wanken mir zu. Die Glastür öffnete sich automatisch. Ich sah Catalina. Ohne die anderen zu beachten rannte ich erst einmal auf sie zu und umarmte sie erst mal richtig. Mehrere Minuten blieb die Situation unverändert bis ich dann schließlich noch die ganze Familie begrüßt hatte. Ich stellte allen meinen Bruder und Andrea vor, welche sich nur wegen der Hochzeit über den atlantischen Ozean begeben hatten. Alle waren froh, dass alles gut lief. Auch Fatih, ein guter Freund aus Deutschland der schon öfter in Kolumbien war, war ebenfalls da am Flughafen um uns zu begrüßen.
Am selben Abend noch hatten wir uns alle bei Catalina zuhause unterhalten. Es gab schließlich viel zu erzählen. Ich hatte meine ehemalige Gastmutter angerufen wo ich damals in meinem Austauschjahr gewohnt hatte. Ich fragte sie ob es OK sei, dass ich mit meinen Gästen bei ihr ein paar Tage übernachten könne. Da meine Mutter und Marijana in zwei Tagen auch nach Kolumbien zur Hochzeit kommen würden, mussten wir zwei Betten freihalten. Also ging es nun zu Paulina, meiner Ex-Gastmutter die uns mit offenen Armen empfing. Die darauf folgenden 4 Nächte verbrachten wir dann also bei Ihr. Nichts hatte sich in diesem Haus verändert, so dass ich mir gleich wieder wie zuhause vorkam.
In den ersten Tagen…
In den ersten Tagen (18. – 21 Dezember´06) haben wir hauptsächlich Andrea und Martin etwas von Bogotá gezeigt. Wir waren im Zentrum, sind in den Bussetas und Transmilenio gefahren, haben die Altstadt besichtet und noch vieles mehr.
Währenddessen habe ich mich natürlich auch schon mal wegen den Ringen umgesehen. Im Zentrum sind sie zwar billig, aber mir hat leider kein einziger gefallen. Ich dachte mir lieber kaufe ich einen der teurer ist, mir aber auf Anhieb zu hundert Prozent gefiel. Schließlich sind das Ringe die man das ganze Leben trägt. Und so war es dann schließlich auch. Wir sahen ein Paar in Gold welches uns gefiel.
Allerdings hatte ich noch eine Bedingung. Ich wollte dass der Ring von ihr einen Stein hat. Innerhalb von 2 Tagen haben sie die Größe der Ringe angepasst, sie graviert und hinzu noch den Stein eingearbeitet.
Wir hatten immer eine gute Stimmung. Abends wurde gekocht, danach Salsa getanzt, Poker gespielt oder einfach nur erzählt, denn schließlich stießen hier zwei verschiedene Kulturen aufeinander was bei vielen ein großes Interesse weckte. Mit der Kommunikation hat das auch super geklappt. Unterhalten wurde sich immer irgendwie. Manche von uns wurden auch immer als Übersetzer gebraucht und wenn mal grad keiner von diesen da war, hatte man sich mit Händen und Füßen unterhalten. War manchmal sehr lustig anzusehen ;)
Zwei Tage später (am 21. Dezember´06) kamen dann meine Mutter und Marijana in Bogotá an. Die hatten eine wirklich sehr sehr anstrengende Reise. Im Gegensatz zu uns, hatten die zwei eine Wartezeit von 14 Stunden in Paris. Ich hatte mich damals beim Kauf der Tickets einfach vertan und habe das gar nicht gemerkt. Aber sie hatten das gut überstanden, obwohl ich mir im Nachhinein immer noch Einiges anhören durfte ;)
Wir brachten sie dann zu Catalina nach Hause wo auch schon das Zimmer mit den Betten fertig bereitstand. Meine Mutter wollte sich dann nach dieser Reise ein wenig ausruhen. Da wir die Ringe an diesem Abend abholen mussten, musste ich am gleichen Abend noch mal ins Einkaufszentrum, da wollte Marijana auf jeden Fall mitgehen. Da sah sie dann das erste Mal wie das in Bogotá mit den Bussetas läuft. Den Gesichtsausdruck werde ich nie vergessen.
Der 22. Dezember 2006 – Hochzeitstag
Erstaunlicherweise konnte ich ziemlich gut schlafen. Catalina sollte ich nun bis zum Zeitpunkt in der Kirche nicht mehr sehen. Und so war es auch wirklich. Ich habe die Zeit dann mit den anderen verbracht während sich meine Zukünftige den ganzen Tag fertig machen musste. Ich konnte mir echt nicht vorstellen für was eine Braut da so lange braucht. Das sind eben die Geheimnisse der Frauen :)
Ich hatte mir die ganze Zeit Stress gemacht, dass ich in der Hochzeit irgendwas falsch mache oder irgendwas nicht verstehe oder das einfach irgendwas passiert. Aber ich glaube das macht sich jeder Mensch vor so einem wichtigem Ereigniss.
Irgendwann habe auch ich mich dann umgezogen. Den Anzug habe ich extra anfertigen lassen als ich damals noch mein Austauschjahr in Kolumbien hatte. Den hatte ich dann nur noch abholen müssen. Dann bekam ich noch ein paar letzte Schritte in Salsa beigebracht von Henry, meinem zukünftigen Schwager. Alle machten sich dann fertig.
Um ca. 16 Uhr wurden wir dann abgeholt um Fotos zu machen, allerdings erstmal ohne Braut. Die Fotos wurden dort gemacht, wo später die Feier stand finden würde, allerdings wollte man die Fotos noch machen als es hell war.
v.l.n.r: Andrea, Martin, meine Mutter, Henry, Ich, Marijana, Emilio und Fatih
Meine Mutter und ich
Ich und Fatih wartend vor der Kirche
Nachdem das Shooting dann vorbei war, fuhren nur ich und meine Mutter in die Kirche. Die anderen blieben dort um das gleiche Shooting noch mal mit der Braut zu machen.
Wartend in der Kirche…
Dann kam ich bei der Kirche an. Es war die Kirche wo meine sie damals getauft wurde. Und wie man es vom Film kennt, der Bräutigam wartet … und wartet… und geht eine Linie rauf und runter rauf und runter und wartet auf die Braut. Die Kirche füllte sich allmählich und ich bekam ein komisches Gefühl. Ein Gefühl, wissend das alle Leute die da sitzen nur wegen einem Grund da sind – Nur um uns beide zu sehen. Ich konzentrierte mich nun auf etwas Anderes. Man erklärte mir noch mal wie das ganze nun verlaufen würde, wer wo steht und wer wo wann was macht.
Meine Mutter stand neben mir. Ich sah mich um. Viele bekannte Gesichter. Aber auch viele Unbekannte. Ich war sehr nervös. Ständig wackelte ich mit meinem Bein um meine Nervosität unter Kontrolle zu halten. Meine Hände hielt ich ineinander vor meinem Körper um eleganter zu wirken. Obwohl es nur Minuten waren, kam es mir lange vor. Die Musik ertönte welche zugleich mein Startsignal war. Die Zeremonie begann indem ich nun mit meiner Mutter im Arm auf dem mittigen Gang in der Kirche in Richtung Altar ging. Dort drehte ich mich um zur Eingangstür…
Als ich Sie in weiß sah
…Da sah ich schon meine Braut komplett in weiß. Da stand sie mit ihrem Vater. Dann ertönte die Hochzeitsmusik und sie gingen langsam Schritt für Schritt auf mich zu. Ich kam ihnen Schritt für Schritt entgegen. Wir trafen uns in der Mitte und gab Catalinas Vater die Hand. Er überreichte mir seine Tochter. Jetzt gingen wir Hand in Hand in Richtung Altar. Alle sahen uns an. Ich konnte die Blicke direkt spüren. Als wir ankamen stand der Pfarrer bereits da, und bat alle sich hinzusetzen.
Ich sah ihr noch einmal in die Augen. Diese Frau in weiß, würde mir nun in wenigen Minuten versprechen ein Leben lang an meiner Seite zu stehen. Wir lächelten uns an. Die Zeremonie nahm ihren Lauf…
Nach ca. 45 Minuten gaben wir uns das Ja-Wort:
“Yo Dominic, me entrego a ti Catalina como esposo, y te recibo como mi esposa. Prometo serte fiel en la alegria y en el dolor, en el salud y en enfermedad, para amarte y respetarte todos los dias de nuestra vida“
Das Gleiche laß sie nun für mich vor, und der Pfarrer erklärte uns somit zu Mann und Frau.
Als ich mich umdrehte waren auf einmal mehr Leute da. Anfangs war die Kirche nicht voll, doch auf einmal standen sie bis draußen um der Zeremonie zu folgen. Freunde, Bekannte und noch weitere Familienmitglieder erschienen um uns zu gratulieren. Wir bedankten uns bei jedem der kam.
links zu sehen: María Jose, auf dem rechten Bild Catalina und Ich
Jedoch stiegen wir zügig ins geschmückte Auto und fuhren zu dem Ort, wo die anschließende Feier stattfinden sollte, im Museo del Chico.
Die Feier
Das „Museo del Chico“ ist eine Burg. Innerhalb dieser Burg befindet sich ein Park der nur so vor grünem Leben strotzt. Mitten in dieser stolzen Landschaft hatten wir ein Haus gemietet wo die Feier unserer Hochzeit stattfand.
Dort angekommen warteten schon die ersten Gäste. Viele wurden nur direkt zur Feier eingeladen da in der Kirche nicht so viel Platz war. Catalina und ich gingen rein ins Haus und stellten uns vor die Eingangstür wo wir dann jeden Einzelnen begrüßt haben und uns nochmals bedankt haben dass sie gekommen waren. Schließlich kamen 120 Leute. Als dann alle an ihren vorgeschriebenen Plätzen saßen, machten wir an allen Tischen Fotos mit den Gästen.
links: Der geschmückte Raum, rechts unsere Hochzeitstorte
Maria, Catalina, Ich und meine damalige Gastmutter Paulina
Zwei Angestellte haben die Hochzeit sowie die
Feier mit Fotos und Videos dokumentiert und festgehalten. Die ganze Zeit, also in der Kirche, in der Feier und beim Tanzen haben sie uns unauffällig fotografiert und gefilmt. Da bin ich selbst mal gespannt wie das am Ende wird.
Der Abend nahm seinen Lauf. Einerseits hatte ich ein schlechtes Gewissen das wir nicht genug Zeit hatten uns richtig mit den Gästen zu unterhalten andererseits hoffte ich auf deren Verständnis.
Mein Schwager Henry und ich, Dann Ich nochmal posierend ;)
links: Das Brautpaar, rechts Marijana und ich im Parque del Chicó
Viel zu oft ging es zum Tanzen, Fotos machen und um kleine Smalltalks zu führen.
Nachdem wir das Drei-Gänge-Menü serviert bekommen haben und wir den ganzen restlichen Abend mit Tanzen verbracht hatten, ging die Feier um ca. 2 Uhr zuende
Warum so früh? Catalina und ich hatten zwei Tickets nach Santa Marta (Kolumbien) gebucht. Nachdem wir uns auch noch von den letzten verabschiedet hatten, kamen wir schließlich um 3 Uhr zuhause an. Somit hatten wir eigentlich gar keinen Schlaf mehr. Aber das war nicht schlimm denn in 3 Stunden würden wir zu zweit an die Karibikküste fliegen. Meine Mutter, Marijana, Martin, Andrea und Cata´s Familie blieben in Bogotá.
Santa Marta
Pünktlich am Flughafen „El Dorado“ von Bogotá angekommen, warteten wir auf unseren Flieger. Mit der Fluggesellschaft Avianca reist man übrigens sehr sicher.
Nach ca. 2 Stunden Flug kamen wir schließlich in der tropischen Hitze an, in Santa Marta. Dort wurden wir vom Personal des 5-Sterne-Hotels Irotama mit einem Shuttle-Bus abgeholt. Es verlief alles sehr zügig und problemlos.
Das Hotel machte im ersten Moment gar nicht so den Eindruck als wäre es ein Hotel, denn unser „Apartment“ das wir bekamen stand direkt vor dem Strand, sprich wir machten die Tür auf und der Strand lag zu unseren Füßen. Mit unserer All-inclusive – Karte haben wir dann das Leben dort sorglos in vollen Zügen genossen.
Morgens aufgestanden gab es immer ein Buffet zum Frühstück. Eine Riesen Auswahl wie z.B. frische Früchte, Brötchen, Cornflakes, Eier gemacht so wie man sie wollte, frische Fruchtsäfte, Müsli und noch kolumbianische Spezialitäten, ließ den Tag schon einmal super starten. Danach verschlug es uns meistens gleich an den Strand.
Weihnachten
Es war der 24. Dezember 2006 und wir waren nun schon 2 volle Tage verheiratet. An diesem heiligen Abend stand uns ein sehr elegantes exklusives Essen bevor. Wir machten uns für diesen Event im Hotel natürlich zurecht und kleideten uns dementsprechend. Um ca. 8 Uhr gingen wir auf diese Veranstaltung. Es wurden Esstische und Stühle am Pool aufgestellt und das Ambiente weckte das Gefühl von High-Society. Tische, Stühle, Umgebung waren dementsprechend geschmückt und im Hintergrund läutete eine Live-Band mit kolumbianischer Musik ein. Unser persönlicher Kellner wies uns zu unserem Tisch. Eine Flasche Wein wurde uns geöffnet. Ja man gab mir sogar den Korken in die Hand und ich Nooby wusste natürlich nicht was ich damit machen solle bis mir meine Frau sagte das er mir diesen gab um daran zu riechen.
Dann wurden uns die drei Gänge serviert. Als Vorspeise gab es ein Gericht zubereitet aus der Frucht Papaya mit einer Soße, Salat und Huhn. Die Hauptspeise bestand aus mehreren übereinander liegenden Fleischsorten mit einer süßen Soße, Platano und Paprika. Zu guter letzt kam der dritte Gang. Ein Gebäck mit Maracujasoße. Das Essen war wirklich ein Königsessen. Überhaupt der ganze Abend verlief sehr angenehm und lustig. Nachdem ich dann überzeugt wurde noch ein wenig auf der Tanzfläche zu tanzen, genossen wir noch den restlichen Abend. Ein solches Weihnachten hatte ich zuvor auch noch nicht.
Zurück nach Bogotá und gleich wieder raus…
Es kam der Tag an dem wir wieder zurück nach Bogotá mussten. Am 27. Dezember kamen wir am Nachmittag wieder in der kolumbianischen Hauptstadt an. Dort warteten bereits die Eltern meiner Frau, meine Mutter, Marijana und Henry, mein Schwager. Auf dem Weg vom Flughafen nach Hause erzählten wir uns gegenseitig was alles in den letzten Tagen so passiert war. Beide Seiten hatten viel zu erzählen.
Am Abend saßen wir alle noch zuhause, rauchten Wasserpfeife, hörten Musik und zeigten allen die Fotos von Santa Marta.
Nach einem Tag Aufenthalt in Bogotá ging es auch schon weiter. Alle, also wirklich alle packten ihre Sachen, luden sie auf den Jeep und weiter ging es am nächsten Tag nach Girardot.
Girardot, die Stadt wo alles begann. Als ich damals in Kolumbien als Exchangee ankam gab es ein Einführungscamp von der Organisation ICYE Colombia in diesem Ort. Dort lernte ich am zweiten Tag meine jetzige Frau kennen.
Diese Kleinstadt liegt ca. 3-4 Stunden entfernt von der Hauptstadt. Und man möge es kaum glauben, denn diese 3-4 Stunden Entfernung schaffen es das sich die Durchschnittstemperatur von bogotanischen 20 Grad, auf ca. 40 Grad ändert, und das nur bei ein paar Stunden Fahrt. Auf dem Weg merkt man von Minute zu Minute wie sich das Klima kontinuierlich änderte.
Doch was war unser Ziel? Unser Ziel war das Hotel „Peñalisa“. Dort war ich damals schon einmal zum Ende meines Austauschjahres. Da uns das damals gut gefallen hatte, dachten wir uns, verbringen wir die letzten Tage inklusive Silvester eben dort mit der kompletten Familie.
Als wir ankamen ließen es sich Andrea, Martin und Marijana nicht nehmen am Abend um 8 Uhr noch mal schnell in den Pool zu springen, denn warm genug war es ja. Alle waren eigentlich recht begeistert von der Anlage.
In den nächsten Tagen hatte jeder so seinen Spaß. Am Pool sitzen und nichts tun, irgendwann ein Eis schlürfen, dann mal wieder nen Cocktail am Pool genießen und danach ließ man sich von der Sonne rotbraun braten.
Silvester
Der 31. Dezember 2006 stand vor der Tür. Aus diesem Grund hat das Servicepersonal auch schon am Nachmittag um 4 angefangen die Bänke und Stühle am Pool abzuräumen um die am Abend stattfindende Party vorzubereiten.
Auch dieser Abend sollte sehr nobel und elegant verlaufen, wenn auch nicht in dem Maße von der Weihnachtsfeier in Santa Marta, aber doch mit Stil.
Das Konfetti lag schon an den Tischen und die passenden Neujahrsmützen mit Pfeife lagen auch schon bereit. Nachdem wir alle fertig gegessen hatten waren es noch 90 Minuten bis zum Jahr 2007.
Kurz vor 12, hatten sich noch mal alle in Stimmung gebracht. Man hörte schon die ersten Knaller. Das Licht ging plötzlich aus und alle fingen an runterzuzählen:
Cinco, cuatro, tres, dos, unooooo - feliz año nueevooooooo.
Hand in Hand mit meiner frisch Vermählten hatte das Jahr 2006 für mich das perfekte Ende genommen, und das Jahr 2007 hatte super begonnen.
Wir feierten, tranken, erzählten und tanzten noch Stunden. Alle lachten und überall wo man hin sah nur glückliche zufriedene Gesichter.
Dann gingen die Leute allmählich. Da wir am nächsten Tag nach hause fahren mussten, gingen wir dann auch auf unsere Zimmer.
Diese Tage in Girardot waren wirklich gelungen. Das war noch der krönende Abschluss in Kolumbien. Am nächsten Tag ging es wieder nach Bogotá. Das Gepäck also wieder aufs Dach vom Jeep und los gings, wobei wir an diesem Tag in einen Stau gerieten und somit erst sehr spät am Abend zuhause ankamen.
Abschied
Wir packten unsere Koffer noch am Abend vor dem 2. Januar. Unser Rückflug ging über Venezuela nach Paris und dann nach München. Das lustige war das jeder andere Flugzeiten nach Venezuela hatte. Ich war der erste der Kolumbien um 9 Uhr verlassen musste, also war ich auch der erste der aufgestanden ist. Meine Frau Catalina stand mit mir auf und brachte mich zum Flughafen. Davor verabschiedete ich mich natürlich von ihren Eltern die ich jetzt natürlich so schnell nicht mehr sehen werde.
Dann stieg ich ins Auto und Catalina fuhr mich zum Flughafen. Die Fahrt verlief ziemlich wortlos, was nichts negatives heißen soll. Ich glaube wir dachten zu diesem Zeitpunkt an das Gleiche, nämlich das noch mal weitere 3 Monate des Wartens vor uns liegen, denn das deutsche Konsulat lässt sich mit den Visumantragen sehr viel Zeit.
Wie dem auch sei, wir kamen am Flughafen an, ich checkte ein. Dieses Mal hatte ich mehr Gewicht, da ich für meine Frau schon mal einiges an Gepäck mitgenommen hatte damit sie im März 2007 mehr Platz im Gepäck hat wenn sie nach Deutschland kommt.
Da standen wir nun, oder besser gesagt saßen. Wir saßen im Cafe Juan Valdez und tranken noch etwas miteinander. Überrachenderweise kam ihr cooler Onkel noch zum Flughafen und wollte sich noch mal von mir verabschieden. Er schaffte es die Situation dann doch noch etwas zu lockern so daß der Abschied nicht so schwer fiel.
Schließlich war es Zeit für mich ins Terminal zu gehen. Ich stellte mich an der Schlange an. Es dauerte nicht lange bis es nur noch ein paar Meter zur Tür waren. Ich verabschiedete mich von ihrem Onkel Augusto. Dann drehte ich mich und umarmte sie noch einmal. Es verlief eigentlich ziemlich schnell. Wir wollten keinen Hollywood-Abschied. Wissend das ich sie in 3 Monaten wieder sehen werde nahm ich meine Taschen in die Hände und ging durch die Tür ins Terminal.
Ich flog dann erst mal nach Venezuela/Caracas. Dort wartete ich dann ca. 3 Stunden auf meine Mutter und Marijana, welche den gleichen Flug wie ich hatten nur eben ein wenig zeitversetzt. Der Flughafen von Caracas ist so langweilig, man weiß nicht was man da machen soll. Diese 3 Stunden wollten einfach nicht vergehen.
Dann kamen sie doch endlich an. Von da an hatten wir dann die gleiche Route bis nach München. Der Flug von Martin und Andrea wurde in Bogotá in letzter Minute noch gestrichen, somit mussten sie bis 6 Uhr abends warten, bekamen jedoch dann einen Flug direkt von Bogotá nach Paris und von dort dann nach München. Also alles eigentlich gar kein Problem.
Am Ende kamen wir alle heil und munter im kalten Munich City an. Den Temperaturunterschied merkte man schon. Aber als richtiger Deutscher gewöhnt man sich da schnell wieder dran. Wir wurden alle von jemandem abgeholt und waren alle somit sehr schnell wieder zuhause.
Ankunft in Deutschland
Alles verlief irgendwie so schnell. Man denkt man sei gestern erst los geflogen, doch dann sieht man sich um merkt das man schon wieder in Deutschland ist. Ich weiß noch wie groß meine Vorfreude war.
Doch wie geht es denn nun weiter?
Meine Frau hat von mir alle notwendigen Dokumente bekommen um im deutschen Konsulat ein Visum auf Familiennachzug zu beantragen. Bevor sie allerdings zum Konsulat geht muss sie sich erst mal um einen neuen Pass kümmern und die Hochzeitsdokumente von einem Pfarrer beglaubigen lassen. Mit diesen Dokumenten kann sie dann den Antrag stellen und ab diesem Zeitpunkt dauert es ca. 8-10 Wochen bis das Visum erteilt wird (laut Internetseite).
Das klingt natürlich sehr lang, aber was kann man schon großartig gegen die Bürokratie unternehmen. Außer warten und das notwendige erledigen kann man nichts tun. Es sei das normale Verfahren bei dieser Art von Visa.
Meine Rückkehr nach Kolumbien war ein voller Erfolg. Alles verlief genial. Es hat auch allen gefallen die mit mir geflogen sind und ich möchte mich noch mal bei meiner Mutter, Martin, Andrea und Marijana bedanken das sie mitgekommen sind.
Wie es mal anfing…
Meine Berichte auf mi-viaje.de erzählen meine Geschichte wie es damals dazu kam das ich nach Kolumbien gegangen bin. Niemals hätte ich damals im Jahr 2005 erwartet, dass ich mal einen solchen Bericht mit einem solchen Titel schreiben würde.
Man sieht, es geht also immer irgendwie voran im Leben, selbst wenn es Zeiten gibt in denen es nicht rosig aussieht sollte man alle Möglichkeiten und Chancen nutzen die einem geboten werden.
Ein Zitat von Bruce Lee sagt:
„Man kann dir den Weg weisen, gehen musst du ihn selbst“
Alleine bin ich einen langen Weg gegangen und sehe nun darin meinen größten Erfolg.
Einen Erfolg den man nicht vergisst
Einen Erfolg der hinter mir steht
Einen Erfolg der meinen Ring trägt und meine Hand hält
Stolz kann ich behaupten, „Ich habe gewonnen“
Dominic Krimmer
10. Januar 2007, München |
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| Zurück nach Kolumbien (7.12.06 - 8:44 am) - [ comments: 6 ] | Da meine damalige Reise nach Kolumbien ein sehr ungewöhnliches Ende nahm, und ich meine Verlobte dort vorübergehend zurücklassen musste, wird es nun Zeit zurückzugehen. Zurück nach Kolumbien, um meiner Versprochenen den Ring mit der wohl größten Bedeutung zu überreichen.
Vorgeschichte hier lesen
Aber was ist in diesen vergangenen 146 Tagen geschehen?
Nachdem ich in Deutschland ankam, machte ich es mir selbst zu Aufgabe soviel wie möglich zu erledigen bis meine Zukünftige Frau nach Deutschland kommt. Also machte ich mich auf die Suche nach einer ersten neuen Wohnung. Die habe ich dann auch relativ schnell im Zentrum von München gefunden. Ich konnte von Glück sagen das ich die finanziellen Mittel hatte um diese zumindest halbwegs einzurichten, obwohl sich das alles über 3 Monate hingezogen hatte (allerdings habe ich dafür auch viel gearbeitet).
Zuerst einmal musste ich mir eine Küche kaufen da die nicht in der Wohnung dabei war. Ich hätte niemals geglaubt dass ich mal soviel Geld für eine Küche bezahlen würde. Wohnung musste davor noch komplett gestrichen werden, dann kamen halt noch Sofa, TV-Tisch, Fernseher, Bett, Kleiderschrank, Teppich, Jalousien, Spiegel, Handtücher, Geschirr, Tassen, Gläser, Töpfe, Pfannen usw usw.. Da kam ne ganze Menge zusammen.
Wie dem auch sei, ich kann stolz sein zu behaupten dass ich es immerhin soweit geschafft habe in diesen 3 Monaten, dass die Wohnung fast fertig ist. Natürlich fehlen hier und da noch so paar Kleinigkeiten, aber mein Ziel habe ich somit erreicht. Ohne meine Motivation und Hilfe von meinen Freunden hätte ich das allerdings nicht so leicht geschafft. An der Stelle danke ich noch mal dem Ozzy, der mir beim Streichen und Aufbau der Möbel geholfen hat! Muchas Gracias Señor!
Jetzt sind es noch 10 Tage die fehlen, bis mein Flieger startet. Aber ich fliege nicht alleine. Zur Hochzeit von Catalina und mir werden mitkommen: Meine Mutter, meine beste Freundin (Marijana), mein Bruder Martin und seine Freundin Andrea. Mein Vater kann aus gesundheitlichen Gründen leider nicht dabei sein. Das mit den Tickets verlief alles bisschen chaotisch. Ich fliege mit Martin und Andrea am 18. Dezember los. Meine Mutter und Marijana allerdings fliegen erst zwei Tage später los und müssen sich über Paris nach Bogotá alleine durchschlagen, zumal sie in Paris beim Umsteigen ca. 10 Stunden warten müssen und Marijana das erste mal fliegt!
Fliegen tun wir alle mit der Air France, und wie auch bei der Lufthansa können wir jeweils nur 20 Kilo Gepäck mitnehmen, was immer sehr schwer zu schaffen ist.
Viele fragen mich ob ich denn aufgeregt sei. Aber ganz ehrlich gesagt bin ich das NOCH nicht. Das werde ich wahrscheinlich erst in der Nacht davor sein.
Momentan kümmere ich mich noch um organisatorische Dinge die wir brauchen um ein Visum für meine Zukünftige zu beantragen, sprich Meldebescheinigung, Kopie des Mietvertrages, Arbeitgeberbescheinigung und noch mehr. Damit bin ich aber auch schon fast durch.
Für mich heißt es jetzt eigentlich nur noch warten bis zum 18. Dezember. Der Plan sieht so aus, dass uns Catalina mit ihrer Familie am Flughafen abholen wird. Mit meiner damaligen (dritten und letzten) Gastmutter habe ich vereinbart, daß wir Drei zu ihr ins Haus können weil es sonst Platzprobleme geben würde. Somit sparen wir uns alle auch ein Hotel. Das weiß ich natürlich seeehr zu schätzen das Paulina (Gastmutter) einfach mal so drei Leute bewirtet. Als Geschenk und Dankeschön nehme ich ihr natürlich Schokolade aus Deutschland mit, darauf steht die total.
Gut, dann nach zwei Tagen sollten, wenn alles gut geht und sich die beiden nicht verirrt haben, Marijana und meine Mutter auch in Bogotá, der Hauptstadt Kolumbiens, ankommen. Die werden dann bei meiner Verlobten untergebracht.
Ab dem Zeitpunkt fehlen dann nur noch zwei Tage zum großen Tag. In den zwei Tagen muss aber noch viel erledigt werden: Ich muss noch meinen Anzug organisieren, die Ringe besorgen, diverse Leute treffen weil ich es versprochen habe usw.
Am 22. Dezember wird dann geheiratet. Ich habe absolut keine Ahnung wie dieser Tag verlaufen wird, da werde ich mich überraschen lassen.
Das einzige was ich weiß das die Feier danach HIER stattfinden wird: Museo del Chicó
Mehr möchte ich jetzt mal noch nicht verraten, da noch viel mehr geplant ist über Weihnachten und Sylvester.
Ich werde natürlich wie immer mit Bildern, Videos und Berichten vor Ort dokumentieren. Da ich weiß das ich regelmäßige Besucher habe die immer wieder mal auf mi-viaje.de schauen, freue ich mich euch nach 5 Monaten mal wieder Neues liefern zu können.
Dominic Krimmer
7. Dezember 2006, noch in München
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| Meine Rückkehr nach Deutschland (21.08.06 - 4:41 pm) - [ comments: 19 ] | Gut seit einem Monat bin ich nun wieder in Deutschland. Alles verlief so schnell, auf einmal war ich in Deutschland, in meiner vertrauten und doch fremden Umgebung:
Am Flughafen von Bogotá wurde ich noch von der Familie meiner Freundin begleitet. Auch Dara und Daniel, zwei Exchangees, kamen noch zum Flughafen. Dann saß ich da, mit allen im Cafe "Juan Valdez", und trank meinen letzten kolumbianischen Kaffee. Ich sah mir noch einmal alle Gesichter an welche mir ein Jahr lang ans Herz gewachsen sind und den größten Teil meiner Zeit in Kolumbien mit mir verbracht haben. Meine Gefühle spalteten sich in Traurigkeit und Fröhlichkeit, zumal ich doch endlich wieder meine Mutter und Freunde sehen wollte. Das Problem war einfach, das ich eben NUR das aus Deutschland vermisst hatte.
Dann war es soweit, ich musste nun ins Terminal. Eingecheckt hatte ich schon. Am Abend davor haben wir noch meine Tasche gepackt und Klamotten aussortiert da ich nur 20 Kilo laut Lufthansa mitnehmen durfte. Von daher wurde viel Kleidung gespendet an Leute die es brauchen. Der Abschied verlief relativ schnell. Nur der Abschied von meiner Verlobten verlief hart, innerlich ging es mir in diesem Moment echt schlecht, von außen habe ich meine Gefühle nicht gezeigt um die Situation etwas unter Kontrolle zu behalten. Ein letzter Kuss und ein letzter Blick in ihre augen und schon ging ich in Richtung Terminaleingang. Dort habe ich dann alleine im Wartesaal meine letzten Minuten in Bogotá verbracht.
Dann ging es erst mal nach Venezuela. Dort angekommen, musste ich dann ca. 4 Stunden auf meinen Anschlussflug nach Frankfurt warten. Das habe ich gemacht indem ich einfach durch den Flughafen rauf und runter ging und mir die Geschäfte angesehen habe und noch was gegessen habe. Das lustige war das ich zwei Deutsche getroffen habe die ich einmal auf einen von meinen vielen Trips durch Kolumbien (La Zona Cafetera) in einem super kleinen Dorf getroffen habe. Mit denen hab ich mich dann auch noch viel unterhalten, und dann wars auch schon Zeit in den zweiten Flieger zu steigen. Das Flugzeug war voll, und auf einmal hörte ich ES: DEUTSCH! - "Hey hier sprechen ja einige deutsch!?" Ja sogar die Flugbegleiterinnen sprachen Deutsch. Das kommt einem schon komisch vor nach einem Jahr wieder diese Sprache zu hören, schließlich hört man in Bogotá nicht viel deutsch es sei denn man unternimmt viel mit den deutschen Austauschleuten.
Ich saß mich also hin, und machte es mir bequem, so bequem wie es halt in der zweiten Klasse nur möglich ist. Den ganzen Flug über hatte ich versucht zu schlafen aber ich habs einfach nicht hinbekommen. Wach war ich wie ein Marathon-Läufer. Die Zeit verging auch nicht, und das kleine Flugzeug auf dem Bildschirm das so über den Ozean fliegte bewegte sich einfach viel zu langsam. Ich habe mir also dann die zwei Filme angeschaut die gezeigt wurden und dachte an meine Zeit in Kolumbien was ich alles erlebt und erreicht habe, und auch darüber was ich alles zurücklasse und vorhaben werde.
4 Stunden vor Ankunft gab der Kapitän durch das wir voraussichtlich mit 15 Minuten Verspätung in Frankfurt ankommmen würden. Ich meine das ist ok für einen 13 Stunden Flug. Doch der deutsche Herr einen sitz vor mir war da anderer Meinung und beschwerte sich ungelogen 15 Minuten lang das es unverschämt wäre das wir so spät ankommen würden und das er somit seinen Anschlussflug nicht bekommen würde. 15 Minuten wurde die Flugbegleiterin zugebombt mit dummen Argumenten, worauf sie mind. 5 mal den gleichen Satz sagte: "Es tut uns leid aber so etwas kommt nun mal vor, da können wir im Moment auch nichts daran hindern". Ich sah ihr in die Augen und sah ihr an das sie super genervt war. Ich bekam ein grinsen im Gesicht und mir fiel in dem Moment auf, das ich solche Situationen gar nicht mehr kannte. Das sich jemand auf diese herablassende Weise bei jemand über so eine Kleinigkeit beschwert, habe ich in Kolumbien nie erlebt. Allgemein fiel mir auf das die Leute in Kolumbien viel weniger über ihre Probleme reden. Ich sag jetzt mal ganz hart (wobei ich nicht verallgemeinern will), das sehr viele Deutsche sich zu viel über "Probleme" unterhalten, worüber Südamerikaner evtl. sogar lachen würden. Auf jeden Fall wusste ich nun zu hundert Prozent das ich im richtigen Flugzeug nach Deutschland saß :)
Nun gut, schließlich kam ich um 9 Uhr morgens in Frankfurt an. Als ich ausstieg aus dem Flugzeug warteten schon Zollbeamten und hielten erst mal alle auf die keinen deutschen Pass hatten. Ich durte einfach durchgehen und musste mich beeilen da mein Anschlussflug gleich ging. Also beeilte ich mich und checkte beinahe ins falsche Flugzeug ein:
Ich habe mich in das Terminal begeben was auf den Tickets stand, was ich allerdings nicht mitbekommen habe, war das sich die Daten geändert hatten und sich mein Flug auf ein anderes Terminal verschoben hat. Ich habe davon wie schon gesagt nichts mitbekommen und habe nun im angegebenen Terminal eingecheckt. Nicht mal die am Schalter haben gemerkt das ich ein ganz anderes Ticket hatte. Auf gut deutsch, ich war gerade unterwegs nach Mallorca. Plötzlich fiel mir auf das alle in Urlaubsklamotten dastanden, und wer macht bitte Urlaub in MÜNCHEN? Also nochmal nachgefragt bei der Dame am Schalter: "Achsooo, sie fliegen nach München??? Da hat sich kurzfristig was geändert". Also Gepäck wieder in die Hand und ab zum nächsten richtigen Terminal. Dort noch rechtzeitig angekommen konnte ich mich noch ein wenig ausruhen.
Allgemein bis zu diesem Zeitpunkt war die Ankunft in Deuschland sehr kurios. Die Menschen und die Gesichter kamen mir total anders vor. Alle reden und verhalten sich anders. Alles war auch so ruhig um mich herum, oder vielleicht kam es mir nur so vor? Während ich auf meinen nächsten Flug wartete, konnte ich soviel neues Bekanntes noch gar nicht verarbeiten.
Also stieg ich in den nächsten und letzten Flieger nach München ein, mit der Sorge ob mein Gepäck wirklich durch alle Stops durchgekommen ist. Noch ein kurzes nettes Gespräch mit der Flugbegleiterin die ebenfalls mal in Kolumbien war gehabt, und dann starteten wir schon. Nach einer halben Stunde war dann schon der Landeanflug. Das Flugzeug setzte auf, und automatisch liefen mir die Worte "mi tierra" durch den Kopf. Als ich dann zum Gepäck abholen ging, war es natürlich klar das meine Tasche nicht ankam. Ich blieb ganz gechillt ging zum "Verlorenes Gepäck" - Schalter und gab denen meine Gepäcknummer, und siehe da, das Gepäck war in Venezuela stecken geblieben, die haben da irgendwas verplant. Alles gar nicht so schlimm, sie würden mir das Gepäck in 2 Tagen ins Haus liefern. Gar nicht mal so schlecht, somit habe ich mir die Schlepperei erspart ;)
Ich wusste das meine Freunde bereits draußen warteten. Mit meinem Handgepäck ging ich raus und da standen sie alle und begrüßten mich. Das war schon ein schönes Gefühl. Danach wurde ich erst mal nach hause gefahren, ladete meine Sachen ab und ab gings erst mal in einen Biertgarten und hab mir gleich mal ein SPEZI und Sperips bestellt. Waaahh.. was für ein Genuß. Währenddessen halt vom ganzen Jahr in Kurzfassung erzählt.
Am Abend bin ich dann nach hause gegangen. Ich war doch sehr müde von der Reise. Meine Mutter war zu dem Zeitpunkt gerade im Krankenhaus, somit musste ich noch ein wenig warten um sie wieder zu sehen. Das stimmte mich schon mal sehr traurig. Als ich dann so alleine zuhause saß, und das Kuscheltier meiner Freundin auspackte was sie mir noch mitgegeben hat, da kamen sie, die Tränen: "Ich war doch eben noch in Kolumbien":
Einige werden es vielleicht schon wissen, andere noch nicht:
Das ganze Jahr über hatte ich eine kolumbianische Freundin. Ihr Name ist Catalina. Manchen ist Sie vielleicht auf mehreren Bildern oder Videos auf meiner website aufgefallen. Sie kam da immer regelmäßig drin vor. Das ganze Jahr über hat sie mich begleitet, mir ihr Land gezeigt und mir die Sprache beigebracht. Eigentlich verbrachten wir wirklich jeden Tag des ganzen Jahres zusammen.
Am Ende des Jahres habe ich mich dazu entschlossen sie zu fragen, ob sie mich heiraten wollen würde. Also kaufte ich einen Verlobungsring und führte sie eines Abends zum Essen aus, ganz klassisch. Danach gingen wir im Park spazieren. Ich war so nervös das ich nicht wusste, wie wann und wo genau ich sie denn fragen soll. Schließlich hielt ich sie in der Mitte vom Park an, ignorierte die wenigen Menschen um uns herum und fragte meine nichtsahnenden Freundin: "Willst du mich heiraten?" (auf spanisch versteht sich). Sie antwortete mit "JA", und somit waren wir verlobt.
(Hand meiner Verlobten mit Verlobungsring)
Ihre Familie reagierte auch ganz begeistert und waren damit einverstanden. In den darauffolgenden Wochen gab es dann echt noch sehr viel organisatorische Dinge zu erledigen, obwohl die Hochzeit erst im Dezember geplant war. Zum einen MUSSTEN wir einen "Vorheiratskurs" von 10 Stunden absolvieren um in Kolumbien überhaupt heiraten zu DÜRFEN! Dann habe ich mir noch meine Maße nehmen lassen für meinen Anzug damit der dann im Dezember fertig ist. Kirche und der Ort wo gefeiert wird wurde alles schon gemietet und reserviert.
Die Hochzeit findet genau am 22. Dezember 2006 in Kolumbien/Bogotá statt. Am zweiten Tag als ich in Deutschland ankam habe ich mir bereits mein Ticket gekauft: Am 18. Dezember 2006 fliege ich wieder nach Kolumbien
Viele meinten wir seien zu jung oder es sei eine Kurzschlussreaktion gewesen, oder ich würde mir doch da vielleicht etwas einbilden. Die Meinungen der anderen haben mich in dem Sinn ehrlich gesagt nicht interessiert. Ich weiß das ich die richtige Entscheidung getroffen habe.
Das ein Jahr im Ausland das Leben so verändern könnte, hätte ich vorher auch nie gedacht. Ich hatte mit allem gerechnet, allerdings nicht mit einer Hochzeit. Aber gut, das Leben geht weiter und Ziele ändern sich schnell.
Meine Ziele sind erst mal folgende:
Da ich mit meiner Zukünftigen erst mal in Deutschland leben will, möchte ich bis September/Oktober eine Wohnung besorgen und diese komplett einrichten.
Beruflich möchte ich nun etwas motivierter vorgehen um noch mehr zu erreichen. Kurz gesagt, ich möchte einfach wenn sie kommt das alles fertig und geregelt ist (typisch deutsch halt ;)).
Momentan rede ich jeden Tag mit Catalina, was übrigens ganz billig übers Telefon geht mit der richtigen Vorwahl (www.billiger-telefonieren.de) oder ganz umsonst über SKYPE. Ist schon ziemlich wichtig sowas, vor allem wenn man solche Pläne hat wie wir möchte man den Kontakt wirklich jeden Tag haben.
Nun arbeite ich schon wieder in meinem alten Beruf wo ich vor meinem Jahr auch gearbeitet habe. Mittlerweile bin ich eigentlich wieder in meinem Alltag drinnen. Ich selbst habe allerdings gemerkt das ich mich von vielen Dingen die mich früher enorm gestresst haben, nun nicht mehr aus der Ruhe bringen lasse. Ich gehe viele Sachen viel ruhiger und konzentrierter an.
Neue Ziele, neue Einstellung, Motivation, andere Zukunft, Frau fürs Leben, neue Sprache und andere Sichtweise ... und das alles nur in einem Jahr ...
Das war mein Jahr in Kolumbien!
Dominic Krimmer
21.08.2006, München |
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| bin gleich weg... (Teil 2) (14.07.06 - 8:56 am) - [ comments: 3 ] | Es ist gerade 1.35 AM hier in Kolumbien. Gerade bin ich mit meinem Gepäck fertig geworden. Wobei ich sagen muss daß mir dabei geholfen wurde. In diesem Jahr habe ich soviele Klamotten und Dinge (auch Geschenke) gekauft, das es wirklich eine Herausforderung war alles in 3 Taschen zu packen. Dazu muss ich sagen das ich mit 4 Taschen gekommen bin.
Freundin und Mutter haben mir dann dabei geholfen alles in 3 zu packen. Somit dürften mich später am Flughafen keine Probleme erwarten. Hoffe ich zumindest, denn laut Lufthanser darf man nur 20 Kilo einchecken. Denke ich bin etwas drüber.
In genau 10 Stunden geht mein Flieger nach Venezuela. Dort dann eine stunde warten und weiter gehts 8-10 Stunden nach Deutschland/Frankfurt. Dort nochmal ein wenig warten und der letzte Flug geht nach München, meiner Heimat. Ich bin gerade am überlegen ob ich mich nochmal hinlege und etwas schlafe, oder einfach die Nacht durchmache und dann im Flugzeug nach Deutschland durchpenne damit ich schön ausgeruht ankomme.
Gefühlsmäßig schwebe ich so zwischen totaler Traurigkeit und Freude. Einerseits will ich einfach nicht gehen, andererseits will ich wieder meine Familie und Freunde sehen. Viele Dinge lasse ich hier zurück, die ich eigentlich nie mehr zurücklassen wollte. Aber das Leben geht eben weiter und ich wusste ja das dieser Tag irgendwann kommen würde.
Ein komisches Gefühl zu wissen, daß man in 24 Stunden wieder auf der anderen Seite der Welt sitzt.
Im Moment brenne ich mir noch 32 GigaByte Bilder, Videos und Musik von diesem Jahr in Kolumbien auf DVD, während mich meine Zukünftige herzlich umarmt. Gesagt wird nicht mehr viel, weil eigentlich alles schon geklärt ist. Aber dazu komm ich ein anderes Mal.
Auf jeden Fall nehme ich viel aus Kolumbien mit. Nein, nicht nur Geschenke, auch viel Erfahrungen und Erkenntnisse. Man lernt in einem Jahr nicht nur die spanische Sprache, sondern auch eine neue Art zu Leben. Man lernt die Welt mit anderen Augen zu sehen. Eine weitere Erfahrung war, das ich mich in eine völlig andere und für mich neue Kultur eingelebt und integriert habe.
Mein Jahr in Kolumbien hat sich gelohnt. Mein Leben hat sich durch dieses Land und die Menschen geändert. Währe ich nicht nach Kolumbien gegangen, hätte mein Leben keinen Sprung um 180 Grad gemacht.
Dominic Krimmer
14. Juli - Bogotá D.C. |
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| Geburtstag in Kolumbien (9.07.06 - 6:42 pm) - [ comments: 1 ] | Kurz vor Abreise hatte ich noch meinen 22. Geburtstag, am 6. Juli. In Deutschland lief das eigentlich immer ganz trocken und schlicht ab. Hier, in Kolumbien, kommt man allerdings nicht drum rum mit der Familie zu feiern. Jeder, wirklich jeder Geburtstag wird hier gefeiert.
Ohne das ich auch nur einen Finger gerührt habe, wurde meine Geburtstagsfeier von meiner Familie organisiert. Eigentlich war ich am Anfang etwas dagegen, aber am Schluss war es dann doch super lustig und witzig:
Erst mal nen lieben Geburtstagskuss von meiner Süßen
Familiäres Beisammensein mit Wasserpfeife ;)
Egal ob man seine Gäste kennt oder nicht, eingeladen wird jeder der grad in der Nähe ist und ein Geschenk mitbringt.
Zu sehen: Tante, Cousine und noch ne Tante ;)
Foto mit dem Geburtstagskind (und Freundin schön brav im Arm)
Lustige Szene. Alle super fröhlich, alle singen schön happy birthday aber fast keiner merkt das in diesem Moment grad der Kuchen abfackelt :) Meine Aufgabe war es dann natürlich kräftig zu pusten.
Ich und meine Geschenke. Man schenkte mir 3 T-Shirts, Socken und ein Parfüm ;)
Geburtstagskind beim Auspusten.
Wie gesagt, am Anfang wollte ich eigentlich das man diese kleine Feier für mich organisiert, aber letztendlich hat es mir doch super gefallen und es war ein schöner Abend. Die Geschenke habe ich alle gar nicht erwartet, und die waren mir auch gar nicht so wichtig. Für mich war wichtig das alle da waren die ich mochte.
Man vermisst natürlich seine eigene Familie wenn man diese ein Jahr lang nicht gesehen hat, deswegen tat es ganz gut unter meiner "zweiten" Familie zu sein und zu spüren das sie einen wie ein Mitglied der Familie behandeln. Das ist das was ich meine, wenn ich sage das die Menschen hier sehr herzlich sind.
Jetzt sind es nur noch ein paar Tage bis ich wieder nach hause fliege, noch ein weiterer Grund warum diese kleine Feier gar nicht mal so schlecht war, da sich da die Gelegenheit bo noch mal alle zusammen zu sehen. Einige werde ich evtl. nicht nocheinmal sehen. Zu meinen Geschenken kann ich sagen: "Que chevereeeee". Zum einen zählte der Gedanke, und zum anderen die Idee ;) Die meisten wussten auf was für T-shirts ich stehe, deshalb hab ich mich sehr darüber gefreut. Auch über mein neues parfüm.
Gelungener Geburtstag kann ich nur sagen, und zugleich auch ein kleiner Vorabschied. |
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| Villa de Leyva (6.07.06 - 3:56 am) - [ comments: 0 ] | Abschlusscamp von ICYE Colombia in Villa de Leyva
Hier erst mal das Video vom Camp...
Und hier gibts die Bilder...
Nun ist es fast so weit und ein Jahr Kolumbien ist um. Für mich sind es nun auch noch ein paar Tage hier. In den letzen zwei Wochenenden bin ich dann noch verreist, zumindest für ein paar Tage um die Zeit hier noch ein wenig auszunutzen.
Nun wurde es auch Zeit für das letzte Camp von ICYE Colombia. Wohin gings? Nach Villa de Leyva, eine kleine berühmte Stadt 4 Stunden außerhalb von Bogotá:
Mit dem Bus gings dann in die kleine touristische Stadt. So warm ist es dort nicht, aber auch nicht kalt. Man kann normal mit T-shirt rumlaufen. Als wir ankamen hatte man uns noch schnell eingewiesen, wann welche Aktivitäten sind. Danach gings gleich mal ab in die Stadt.
Viel zu erzählen gibt es da nicht, eine Stadt eben mit schönen Häusern. Alles sehr sauber und wie jedes Dorf in Kolumbien eine Kirche in der Mitte mit einem Riesen Platz. Nun gut, das muss man sagen der Platz war echt rieesig. Man hatte mir gesagt es sei der größte Platz Kolumbiens. Viel zu unternehmen gab es da auch nicht. Am Abend sind wir dann in eine Discothek gegangen. Nicht alle, manche verweilten lieber am großen "Plaza" und chillten mit einem Bier in der Hand und haben die kolumbianischen Rhytmen genossen.
Am nächsten Tag gings dann zum Pferde reiten. Das war nicht schlecht, das war super genial. Man hatte uns die Pferde sogar vor die Haustür gebracht. Alle Aufgesattelt und los gings.. ab in die umgebende Landschaft. Anfangs hatte ich kein Gefühl für dieses Pferd aber mit der zeit ging das dann schon. Ich habe dann herausgefunden auf was das Pferd hört und auf welche Signale es reagiert. Bis zum etwas schnelleren Galopieren hab ich es sogar gebracht ;) Das war schon eine super Erfahrung, das habe ich zuvor noch nicht gemacht, zumindest bin ich zuvor noch nie so schnell ein Pferd geritten.
Allerdings tut einem nach etwas längerem Reiten wirklich der Hintern weh, zumindest wenn man kein Profi-Reiter ist, wie ich. Noch schlimmer war ja das ich ne kurze Hose an hatte, das kann ich schon mal jedem abraten da reist man sich ganz schön die Haut auf. Aber nun gut, ich habe nicht rumgemeckert, bin ja schließlich kein Weichei.
Irgendwann gings dann wieder zurück zu unserem Häuschen wo wir uns niederließen. Diese Häuser nennt man hier "Finca". Die sind zum Teil riesengroß und beinhalten 5-15 Zimmer mit jeweils 2-5 Betten. Also da passen schon ne Menge Leute rein.
Am letzten Tag gingen wir dann zu einer alten Frau, eine Künstlerin die außerhalb von Villa de Leyva lebt. Sie lebt sehr nahe am Dorf Raquira. Während sie vor unseren Augen einen Engel aus Ton zauberte, nutze ich die Situation aus und machte Fotos von allem was nur ging, denn alles sah so künstlerisch und klassisch kolumbianisch aus, das einfach jeden normale Kleinigkeit ein Foto wert war. Eigentlich hab ich mehr Videos gemacht als Bilder.
Nachdem sie uns mit Mais und einer erstaunlichen Geschichte versorgt hatte, gingen wir dann noch in das Dorf Raquira. Dieses Dorft gleicht einem einzigen Gewerbegebiet. Vielleicht hab ich da gar nicht Recht denn wieder mal haben wir aus Zeitgründen nicht sehr viel gesehen. Aber die Zeit reichte noch aus 10 kolumbianische Armbänder für ein paar Freunde in Deutschland zu kaufen und mir noch eine Hängematte für 7 Euro zuzulegen. Ich weiß zwar wirklich noch nicht wohin damit aber wenns schon so günstig ist. Außerdem jeder der in Kolumbien war braucht einfach eine Hängematte. Muss mal schauen wo ich die Zuhause dann aufhängen kann.
Wie schon gesagt, viel gibt es nicht zu erzählen. Es war ein eher ruhiges Wochenende und durch die Aktivitäten von ICYE hat uns einfach die Zeit gefehlt. Trotzdem eine super Erfahrung ("JAA ICH WAR DA!!").
Was kommt noch?
Jetzt habe ich auch nicht mehr lange und gedanktlich bereite ich mich schon mal auf Zuhause vor. Ich denke im Moment sehr zwiespaltig. Einerseits freue ich mich wieder meine Familie und Freunde zu sehen, andererseits hat man sich natürlich in einem Jahr hier ein Leben aufgebaut. Das was ich mir aufgebaut habe gefällt mir super gut und irgendwie will ich hier gar nicht mehr weg. Aber das Leben geht eben seinen Weg.
Mein Projekt habe ich nun schon abgeschlossen, das heißt arbeiten tu ich nun auch nicht mehr. Diese Woche geh ich trotzdem noch mit meinem Chef und Kollegen zu einem Abschiedsessen.
Diese Woche stelle ich dann noch meine Reise in die "Zona Cafetera", die Kaffeezone Kolumbiens auf meine Seite. Diese Reise war einer meiner Besten. Die Bilder werde ich euch auf keinen Fall vorenthalten.
Dominic Krimmer |
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